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Welche Pflanzen ziehen die meisten Hummeln und Bienen an?

Welche Pflanzen ziehen die meisten Hummeln und Bienen an?

Wer Bienen und Hummeln in den Garten locken moechte, braucht keine seltenen Pflanzen - sondern die richtigen in ausreichender Menge. Einige wenige bewaehrte Arten ziehen strukturell mehr Bestauber an als andere. Der Schluessel liegt in aufeinanderfolgender Bluetzeit und konzentrierten Pflanzgruppen.

15. Mai 2026 · Woondecoratie.nl

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Die absoluten Top-Vier fuer Hummeln und Bienen gleichermassen: Katzenminze (Nepeta), Lavendel, Salbei (Salvia nemorosa) und Wilder Majoran. Diese vier decken gemeinsam den Zeitraum von Mai bis Oktober ab und ziehen mehr Bestauber pro Quadratmeter an als jede andere Pflanze. Vier verschiedene Arten in Gruppen von je fuenf Pflanzen erzielt das beste Ergebnis.

Die Frage, welche Pflanzen "die meisten" Hummeln und Bienen anziehen, ist keine Frage bunter Blueten nach Belieben. Untersuchungen niederlaendischer Universitaeten zur Besuchshaeufigkeit zeigen ein konsistentes Bild: Eine Handvoll Pflanzen schneidet strukturell besser ab als der Rest. Darunter vor allem Lippenbluetengewaechse, Kreuzbluetengewaechse und Korbbluetengewaechse - Blueten, auf denen Bestauber leicht landen koennen oder an deren Nektar sie problemlos gelangen.

Den groessten Gewinn erzielt man nicht durch die Suche nach seltenen Pflanzen, sondern durch die Bepflanzung des Gartens mit einigen bewaehrten Spitzenpflanzen in groesseren Gruppen, mit Blick auf aufeinanderfolgende Bluetzeiten. Einzelne verstreute Pflanzen bringen weniger als konzentrierte Stellen - Bestauber suchen in Gruppen, nicht in Einzelexemplaren.

Die vier absoluten Spitzenpflanzen

Diese Pflanzen stehen strukturell ganz oben in jeder Besuchszaehlung, unabhaengig von Region oder Klima in Deutschland:

Mit diesen vier Arten in Gruppen von fuenf bis sieben Exemplaren ist das gesamte Sommerhalbjahr stark besucht - auch in einem Garten von 30 Quadratmetern.

Salbei, Katzenminze und Storchschnabel treiben ein zweites Mal aus, wenn man sie direkt nach der ersten Bluete auf 10 Zentimeter ueber dem Boden zurueckschneidet. Das Ergebnis: zwei Bluetephasen statt einer, oft mit zwei Wochen Pause dazwischen. Das ist Gold wert fuer zweite Generationen von Hummelarbeiterinnen im August.

Fruehblueher - was Hummelkoeniginnen im Maerz suchen

Hummelkoeniginnen wachen Ende Februar mit leeren Reservetanks auf. Was sie im Maerz und Anfang April vorfinden, entscheidet darueber, ob sie ein Volk gruenden koennen:

Was Hummeln von Honigbienen unterscheidet

Nicht jeder Bestauber bedient sich derselben Bluetenformen. Die praktischen Unterschiede:

Hummeln haben laengere Zungen (Gartenhummel bis 20 Millimeter) und koennen daher tiefe Trompetenblumen nutzen: Eisenhut, Fingerhut, Salbei, Lungenkraut. Sie sind ausserdem kraeftig genug, um mit Buzz-Pollination Tomatenbluten und Heidelbeeren zu bestauben - eine Schwingungstechnik, die Honigbienen nicht beherrschen.

Honigbienen haben kuerzere Zungen (durchschnittlich 6 Millimeter) und bevorzugen daher flache Korbbluetengewaechse: Dill, bluhenden Efeu (ab September ein Topangebot), Klee, Senf, Kohlsorten, die man ausblueien laesst.

Wildbienen - in Deutschland gibt es mehr als 500 Arten - unterscheiden sich untereinander enorm. Manche Arten bedienen nur eine einzige Pflanzengattung (oligolektisch): die Weiden-Sandbiene fliegt nur auf Weide, die Glockenblumen-Sandbiene nur auf Glockenblumenarten. Vielfalt bei der Pflanzenwahl bedeutet automatisch Vielfalt bei den Besuchern.

Ein Garten nur mit Lavendel sieht schoen aus, bedient aber nur einen Teil des Bienspektrums. Wildbienen, die ausschliesslich auf Glockenblumen, Karde, Odermennig oder Besenginsterblueten spezialisiert sind, finden dort nichts. Pflanzen Sie mindestens vier verschiedene Pflanzenfamilien gemischt: Lippenbluetengewaechse (Lavendel, Salbei), Doldengewaechse (Dill, Fenchel), Korbbluetengewaechse (Astern, Sonnenhut) und Glockenblumengewaechse.

Spaetblueher - oft vergessen, aber entscheidend

September und Oktober sind in vielen Gaerten kahle Monate, waehrend spaete Hummelarbeiterinnen, zweite Bruten und Wespen dann noch voll aktiv sind. Pflanzen Sie ein:

Wer Bienen ernst nimmt, sorgt fuer ununterbrochene Bluetzeit von Februar bis Mitte Oktober. Eine Reihe von Pflanzen mit Luecken von mehreren Wochen dazwischen bringt trotz guter Absichten wenig - Bestauber ziehen dann dauerhaft anderswohin.

Beginnen Sie bescheiden mit den vier Spitzenpflanzen in Gruppen von fuenf. Fuegen Sie im zweiten Jahr die Frueh- und Spaetblueher hinzu. Wer dem Garten neben den Pflanzen mehr Charakter verleihen moechte, kann Bronzefiguren gut in ein lockeres, bienenfreundliches Gartenkonzept integrieren - sie bieten Struktur in einer Bepflanzung, die selbst ruhig wiegen darf.

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Haeufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen

Besuchen Honigbienen und Hummeln dieselben Blueten?
Haeufig schon, aber nicht immer. Hummeln haben laengere Zungen als Honigbienen (manche Arten bis zu 20 Millimeter) und koennen daher tiefer in trompetenfoermige und lippenbluetige Blueten wie Salbei und Eisenhut gelangen. Honigbienen bevorzugen flache, zusammengesetzte Blueten, auf denen sie leicht landen koennen: Dill, Efeu, Klee. Auf Pflanzen wie Lavendel und Katzenminze sind beide nebeneinander zu finden. Unterschiedliche Zungenlaengen sind ein Argument fuer eine Kombination verschiedener Bluetenformen.
Sind lila Blueten attraktiver als andere Farben?
Lila, Blau und Violett fallen Bienen am staerksten auf, weil sie ultraviolettes Licht gut wahrnehmen. Gelb und Weiss folgen danach. Rosa und Orange wirken weniger; Rot sehen Bienen kaum (sie nehmen es als dunkles Grau wahr). Das erklaert, warum Lavendel, Salbei und Borretsch so beliebt sind. Farbe allein ist jedoch kein Auswahlkriterium - ein roter Klatschmohn mit reichlich Pollen wird trotz der Farbe noch immer stark besucht.
Wie viele Pflanzen braucht man fuer einen echten Effekt?
Bienen besuchen lieber eine grosse Gruppe derselben Art als einzelne Exemplare - das nennt man Bluetenkonstanz. Pflanzen Sie mindestens drei bis fuenf Exemplare derselben Art zusammen, in Gruppen von einem halben bis zu einem ganzen Quadratmeter. Bei Hummeln wirkt das noch staerker: Fuenf Lavendel zusammen sind attraktiver als zehn einzelne an verschiedenen Stellen. Machen Sie das fuer drei bis vier verschiedene Pflanzenarten pro Bluehaison.
Warum sehe ich manchmal Hummeln auf ungeeigneten Pflanzen wie Petunien?
Hummeln stechen manchmal durch die Seite von Blueten, um an den Nektar zu gelangen, ohne durch die Bluetenmuendung einzutreten - das nennt sich Nektarraub. Bei Petunien und einigen Fingerhutarten kommt das vor. Der Hummel bringt Nektar, der Pflanze jedoch keine Bestaubung. Vermeiden Sie ausserdem kommerzielle Beetpflanzen mit der Bezeichnung "double" oder gefuellte Blueten - diese sind durch die veraenderte Bluetenstruktur fast immer nektar- und pollenfrei.
Welchen Fehler machen die meisten Menschen?
Der groesste Fehler ist der Kauf gefuellter Bluetensorten, weil sie voller wirken. Gefuellte Dahlien, gefuellte Rosen, Pompon-Chrysanthemen und die meisten Gartencenter-Beetpflanzen haben ihre Staubgefaesse als zusaetzliche Bluetenblaetter eingesetzt - es gibt keinen Pollen mehr. Fuer Bienen sind das leere Schalen. Entscheiden Sie sich immer fuer einfachbluetige Sorten, auch wenn diese schlichter wirken. Ein einzelner Sonnenhut bringt mehr Leben als zehn gefuellte Dahlien.