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Sommerliches Styling — luftig und kühl

Sommerliches Styling — luftig und kühl

Textil wechseln, die Hälfte der Accessoires entfernen und eine grosse Blattpflanze aufstellen. Drei Massnahmen reichen aus, um das Zuhause sofort sommerlich wirken zu lassen — und dafür müssen keine neuen Möbel gekauft werden.

3. Mai 2026 · Dekowohnzimmer.de

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Textil wechseln, die Hälfte der Accessoires entfernen und eine grosse Blattpflanze aufstellen. Drei Massnahmen reichen aus, um das Zuhause sofort sommerlich wirken zu lassen — und dafür müssen keine neuen Möbel gekauft werden.

Sommerdekoration dreht sich nicht ums Hinzufügen, sondern ums Wegnehmen. Die Wintermonate sammeln Schichten: schwere Gardinen, dicke Kissen, warme Teppiche, Kerzenhalter und Trockenblumen. Im Sommer atmet ein Zimmer erst richtig, wenn diese Ansammlung bewusst abgebaut wird. Was übrig bleibt, ist die Basis — und dieser Basis kann man mit ein paar gezielten Entscheidungen einen ganz anderen Charakter geben.

Die Wohnung muss nicht vollständig neu eingerichtet werden. Die Struktur steht bereits: Sofa, Tisch, Schränke. Es geht um die Schicht darüber — und diese Schicht ist einfacher zu wechseln als die meisten Menschen denken.

Gardinen: die grösste Wirkung für das geringste Geld

Schwere Samt- oder Polyestergardinen halten Wärme fest, dämpfen das Licht und geben dem Zimmer einen gedämpften Charakter. Im Sommer funktionieren dünne Leinen- oder Baumwollgardinen besser: Sie filtern das Licht, ohne es zu blockieren, bewegen sich leicht im Zug eines offenen Fensters und geben dem Zimmer ein offenes, luftiges Gefühl.

Möchten Sie nicht zwei Garniturensätze aufbewahren? Erwägen Sie, im Sommer vorübergehend ganz ohne Gardinen auszukommen, wenn Ihre Privatsphäre das zulässt. Ein Zimmer ohne Gardinen ist überraschend luftig — und im Sommer steht die Abendsonne in einem anderen Winkel als gewohnt.

Bewahren Sie schwere Wintergardinen aufgerollt in einem alten Kissenbezug oder einer Stofftasche auf. Das schützt sie vor Staub und sie nehmen so wenig Platz ein, dass sie problemlos hinten in einem Schrank bis September Platz finden.

Textil wechseln: Kissen, Plaid und Teppich

Dicke Kissenfüllungen und wollige Plaids gehören zum Winter. Im Sommer wechseln Sie zu Dünnerem und Leichterem: Kissen mit einem Leinenbezug in zartem Sand, Ecru oder Blassblau. Ein dünnes Baumwollplaid anstelle der dicken Wollversion. Oder gar kein Plaid — das ist ebenfalls eine Entscheidung.

Der Teppich ist im Sommer optional. Ein kahler Holz- oder Fliesenboden ist kühler und gibt dem Zimmer mehr Raum. Wenn Sie dennoch einen Teppich möchten, wählen Sie eine Jute- oder Sisalmatte: Diese wirken robust, sind hell in der Farbe und passen gut zur sommerlichen Atmosphäre.

Farbe: Kühles wirkt auch ohne Weiss

Weiss ist die naheliegende Wahl für den Sommer, aber nicht die einzige, die funktioniert. Kühle Töne im Allgemeinen vermitteln ein frischeres Gefühl: Hellblau, vergrautes Mintgrün, weiches Grau-Blau oder blasses Terrakotta. Es geht um die Sättigung, nicht den Farbton selbst — ungesättigte, helle Farben lassen den Raum atmen.

Möchten Sie Farbe hinzufügen ohne zu streichen? Das gelingt über Kissen, eine günstige Vase, frisches Grün in einem Topf oder ein Poster mit sommerlichem Motiv. Diese Elemente lassen sich im September wieder austauschen, ohne Reue.

Ecru + zartes Hellblau + naturbelassenes Holz ist eine Kombination, die immer funktioniert. Das Ecru ist warm genug, um nicht klinisch zu wirken, das Hellblau fühlt sich kühl an und das Holz gibt Textur. Nicht alles muss angepasst werden — zwei von drei Elementen reichen bereits für ein stimmiges Sommerbild.

Accessoires: weniger ist mehr, buchstäblich

Der Esstisch im Winter hat Kerzenhalter, eine Schale mit Nüssen, ein Vässchen und vielleicht eine bereitgelegte Serviette. Im Sommer funktioniert ein leerer Tisch mit einem einzigen Element besser: ein Zweig mit grossen Blättern in einer Vase, eine Schale mit Zitrusfrüchten oder gar nichts.

Dieselbe Logik gilt für den Couchtisch, die Fensterbank und offene Regale. Räumen Sie zwei Drittel des Aufgestellten vorübergehend weg — nehmen Sie sich nach dem Sommer die Zeit, neu zu entscheiden, ob es wirklich dazugehört. Viele Menschen stellen fest, dass das Zimmer mit der sommerlichen minimalistischen Aufstellung besser funktioniert als mit der vollen Winterversion.

Pflanzen: gross, grün, tropisch

Sommer ist die Jahreszeit des Wachstums: Pflanzen blühen und schiessen durch das zusätzliche Licht in die Höhe. Nutzen Sie das. Eine grosse Monstera, Strelitzie oder Bananenstaude in einer Ecke gibt sofort ein sommerliches, fast tropisches Gefühl. Dieser Effekt ist mit zehn kleinen Töpfchen verteilt im Zimmer nicht zu erreichen.

Frisches Grün von draussen — ein Apfelbaumzweig, Eukalyptus oder sogar ein grosses Büschel Gras — eignet sich hervorragend für eine Vase. Es kostet fast nichts und muss wöchentlich erneuert werden, was automatisch für Abwechslung sorgt.

Duft und Licht: die unsichtbare Schicht

Sommerliche Atmosphäre steckt auch in Duft und Licht. Kerzen im Winter, aber im Sommer funktionieren Duftstäbchen oder ein Diffuser mit einem frischen Duft besser: Zitrus, Eukalyptus oder Seegras. Nicht zu stark — Hintergrundduft, kein Parfümladen.

Licht: Fenster so lange wie möglich offen lassen, die Sonne frei spielen lassen. Abends funktioniert warmes LED-Licht (2700K) gut, aber erwägen Sie auch einen Moment ohne Kunstlicht und nur Kerzenlicht oder Lichterketten draussen im Garten. Das ist ein ganz anderes Gefühl als die winterliche Beleuchtung drinnen.

Sommerliches Styling ist eher eine Abkoppelung als eine Ergänzung. Leichte Gardinen oder keine Gardinen, Leinenkissen, weniger Accessoires und eine grosse Pflanze — das sind die vier Elemente, die zusammen den grössten Unterschied machen. Sie lassen sich an einem Nachmittag umsetzen und im September einfach wieder rückgängig machen.

Das Prinzip ist einfach: Nehmen Sie weg, was Wärme festhält, und schaffen Sie Raum für Luft, Licht und Grün. Den Rest regelt der Sommer von selbst.

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Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen

Welche Stoffe eignen sich am besten für sommerliche Innendekoration?
Leinen und Baumwolle sind die beste Wahl: Sie atmen, wirken luftig und knittern auf eine entspannte Art. Vermeiden Sie synthetische Stoffe wie Polyester — die fühlen sich warm an und glänzen zu stark. Dünne Baumwollgardinen in Weiss oder Ecru lassen Tageslicht durch, ohne Wärme zu speichern.
Wie hält man ein Zimmer mit Dekoration kühl?
Kühle Töne (Blau, Grau, Mintgrün) vermitteln optisch ein kühleres Gefühl. Entfernen Sie schwere Gardinen vorübergehend und ersetzen Sie sie durch dünne Leinenpaneele. Weniger Objekte auf Tischen und Regalen gibt dem Raum buchstäblich mehr Luft. Keramik und Glas als Dekoration verstärken das kühle Gefühl — vermeiden Sie warme Holzakzente im Sommer.
Muss ich meine gesamte Wohnung für den Sommer umgestalten?
Nein. Drei Anpassungen reichen für einen deutlichen Unterschied: Kissen und Plaid gegen eine Leinenversion tauschen, schwere Gardinen vorübergehend ersetzen oder entfernen, und Accessoires auf dem Esstisch und Couchtisch grösstenteils wegräumen. Diese drei Schritte kosten weniger als eine Stunde, verleihen der Wohnung aber sofort eine sommerliche Atmosphäre.
Welche Pflanzen passen am besten zu einem sommerlichen Wohnstil?
Grosse grüne Blattpflanzen wie die Monstera, Strelitzie oder Bananenstaude verleihen sofort ein tropisch-sommerliches Gefühl. Sie brauchen im Sommer wenig Wasser und wachsen schnell durch die zusätzlichen Lichtstunden. Vermeiden Sie viele kleine Pflänzchen verteilt im Raum — ein oder zwei grosse Exemplare erzielen mehr Atmosphäre als zehn kleine Töpfe.
Ist Weiss die einzige Farbe für eine sommerliche Wohnung?
Nein. Weiss funktioniert gut, aber zartes Sand, blasses Terrakotta und Hellblau sind mindestens genauso effektiv. Es geht um den Ton, nicht eine bestimmte Farbe: helle, ungesättigte Töne lassen den Raum atmen. Eine dunkle Akzentwand kann sogar kühlend wirken, wenn der Rest des Zimmers hell und offen ist.